Wirtschaftskrise zu Ende ?
Diese Frage zu beantworten ist nicht Aufgabe des Handels. Der Handel erfolgt in Deutschland immer im Nachgang zum produzierenden Gewerbe. Insoweit stellt sich die Frage welche Massnahmen die Bundesregierung zur Stabilisierung dieses Wirtschaftszweiges getan hat. Meines Erachtens beschränkt sich dieses auf kurzfristige Programme und die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes. Strukturelle Änderungen waren in der Vergangenheit kein Thema und werden in Zukunft kein Thema sein. Auf dieser Basis an eine nachhaltige Gesundung des produzierenden Gewerbes zu hoffen ist eine Farce.
Wenn es in diesem Land nicht möglich ist eine "neue" Produktion von irgendwas aufzubauen, wird dieser Wirtschaftszweig immer weiter zurückgehen. Da in diesem Bereich eine hohe staatliche Wertschöpfung (jede Einstellung ist eine Entlastung der Sozialsysteme) erzielt wird, sollte dieser Zweig eine entsprechende Förderung erhalten. Hierbei geht es nicht in erster Linie um einen Aufbau von hochqualifizierten Arbeitsplätzen. Um diese Stellen zu besetzen fehlen seit Jahren entsprechend ausgebildete Arbeitskräfte. Die Förderung des Niedriglohnsektors in der Produktion ist keine unlösbare Aufgabe. Anstatt Arbeitnehmer mit niedrigen Einkünften auf dem Weg des Lohnzuschusses zu fördern und Ihnen den Weg zum Amt aufzubürden, wäre es wesentlich effizienter, weil verwaltungsärmer diese Löhne von der Sozialversicherungspflicht freizustellen. Somit müsste auch der Empfänger des Niedriglohnes nicht noch einmal beim Amt um die entsprechenden Zuschüsse betteln.
Diese auf Betteln gehen angelegte Politikk muss endlich ein Ende finden. Warum gibt es Investitionszuschüsse, Kindergeld, Bauförderung und und und, wenn es möglich ist dieses über die Besteuerung zu lösen?
Es wäre nur zu schön, wenn ich oder wenigstens meine Kinder noch erleben, dass sich dieses System verändert - denn die Menschenwürde ist unantastbar.
